Use Case · Cloud-Entwicklung

Vom Windows-Programm in die Cloud: Wie der LagerManager zu LagermanagerCloud wurde

Rund 400 Masken, über eine Million Zeilen Code und mehr als 15 Jahre Fachlogik aus dem Lageralltag – und trotzdem kein riskanter Neuanfang. So bringen wir eine große, gewachsene Windows-Anwendung in die Cloud.

  • rund 400 Masken der Windows-Anwendung
  • über 1 Mio. Zeilen gewachsener Programmcode
  • über 15 Jahre Fachlogik aus dem Lageralltag
  • über 2.000 automatische Tests sichern die neue Fassung ab

Ausgangslage

Eine große, bewährte Windows-Anwendung

Der LagerManager ist seit vielen Jahren bei Lagerbetreibern und Logistikern im Einsatz – als klassische Windows-Anwendung, die auf den Rechnern im Firmennetzwerk läuft und auf eine zentrale SQL-Server-Datenbank zugreift.

Über die Jahre ist darin eine umfangreiche, praxiserprobte Fachlogik entstanden: vom Wareneingang über Lagerplätze, Chargen und Seriennummern bis zur Kommissionierung, zum Warenausgang und zur Inventur – dazu Schnittstellen und kundenspezifische Abläufe. Genau diese Fachlogik ist das Wertvollste am Produkt. Für den Betrieb im lokalen Netzwerk war die Architektur ideal: Anwendung und Datenbank stehen dicht beieinander.

Die Herausforderung

Datenbanken wandern ins Rechenzentrum

Immer mehr Unternehmen betreiben keine eigenen Server mehr im Haus. Das bringt Vorteile bei Verfügbarkeit, Sicherheit und Wartung – stellt eine klassische Windows-Anwendung aber vor grundsätzliche Probleme:

Langsame Verbindungen

Die Verbindungen ins Rechenzentrum sind langsamer als im lokalen Netzwerk. Eine Windows-Anwendung, die direkt und in vielen kleinen Schritten mit der Datenbank kommuniziert, wird dadurch spürbar zäh.

Nicht dafür gebaut

Datenbanken sind oft gar nicht dafür konzipiert, außerhalb eines lokalen Netzwerks betrieben zu werden. Der direkte Zugriff vom Arbeitsplatz-PC übers Internet ist weder performant noch ideal aus Sicherheitssicht.

Installation an jedem Arbeitsplatz

Jeder PC braucht das Programm, jedes Update muss verteilt werden. Lager, Büro und Außenstellen arbeiten mit unterschiedlichen Ständen, mobile Geräte brauchen eigene Software.

Kurz gesagt: Nicht die Fachlogik ist das Problem, sondern die Technik dahinter – der direkte Draht zwischen Windows-Client und Datenbank passt nicht mehr zur Realität ausgelagerter Rechenzentren.

Unser Vorgehen

Fachlogik behalten, Technik cloudtauglich machen

Die bewährte fachliche Logik des LagerManagers bleibt erhalten. Die Technik dahinter wird an die Anforderungen eines Cloud-Betriebs angepasst.

Das alte Programm ist die Vorlage

Jede Maske und jede Buchungsregel des LagerManagers diente als fachliche Vorlage: Wareneingang, Reservierung nach FIFO, FEFO oder LIFO, Kommissionierung, Warenausgang, Umlagerung, Inventur zum Stichtag und die Berichte. Was sich in über 15 Jahren im Lageralltag bewährt hat, wurde übernommen – nicht neu erfunden.

Modul für Modul statt Großprojekt

Die Anwendung entstand Baustein für Baustein, jeder Baustein fachlich abgenommen und durch automatische Tests abgesichert, bevor der nächste begann. So war zu jedem Zeitpunkt klar, was fertig ist – und Fehler fielen auf, bevor sie ein Kunde bemerkt.

Technik für das Rechenzentrum

Die Logik arbeitet nah an der Datenbank, der Anwender bedient eine moderne Oberfläche im Browser. Das Verbindungsproblem der Windows-Anwendung entfällt – auch mit vielen Daten und über langsamere Leitungen.

Daten mitnehmen

Artikel, Geschäftspartner, Lagerorte und Bestände werden aus dem bisherigen System übernommen. Jeder Importlauf ist protokolliert und lässt sich vollständig zurücknehmen; große Datenmengen wie 40.000 Wareneingangspositionen laufen in wenigen Minuten durch.

Vorher und nachher

Was sich geändert hat – und was geblieben ist

Die Abläufe kennen die Anwender aus dem LagerManager. Neu ist alles, was der Cloud-Betrieb möglich macht.

LagerManager (Windows) LagermanagerCloud
Arbeitsplatz Vorher: Windows-Programm, auf jedem PC installiert Heute: Im Browser am PC, Tablet und Smartphone – ohne Installation
Datenbank Vorher: SQL Server im Firmennetzwerk Heute: PostgreSQL im Rechenzentrum von Hetzner in Nürnberg, eigene Datenbank je Kunde
Mobile Erfassung Vorher: Eigene Software für mobile Datenerfassungsgeräte Heute: Scanner-App fürs Lager – mit Handykamera oder Barcode-Scanner, ohne Installation aus dem Store
Masken Vorher: Fest programmiert, Änderungen nur durch den Entwickler Heute: Felder, Reihenfolge, Breite und Reiter je Kunde einstellbar – ohne Programmierung, dazu eigene Zusatzfelder
Nachvollziehbarkeit Vorher: Protokolle im Programm Heute: Jede Bestandsänderung erzeugt eine Bewegung; die Datenbank selbst weist nachträgliche Änderungen ab
Endkunden Vorher: Bestandslisten auf Anfrage Heute: Kundenportal: Endkunden sehen ihren Bestand und bestellen Auslagerungen selbst
Sprachen Vorher: Deutsch Heute: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Tschechisch – je Mitarbeiter wählbar
Betrieb Vorher: Updates und Datensicherung beim Kunden Heute: Updates zentral, Datensicherung nach Zeitplan außerhalb des Datenbankservers
Seit 2026 im Einsatz

Das Ergebnis

LagermanagerCloud – der LagerManager für das Rechenzentrum

Aus der Überführung ist LagermanagerCloud entstanden – genau für die IT-Welt gemacht, in der Datenbanken im Rechenzentrum liegen:

  • Schnell auch mit der Datenbank im Rechenzentrum, weil die Technik auf den Cloud-Betrieb ausgelegt ist
  • Die bewährte Fachlogik des LagerManagers ist erhalten – die Anwender finden ihre Abläufe wieder
  • Ortsunabhängiger Zugriff im Browser, auf Tablet und Smartphone statt reiner Windows-Installation
  • Neue Möglichkeiten, die es im Windows-Programm nicht gab: Scanner-App, Kundenportal, sechs Sprachen
  • Investitionsschutz für Kunden, die den LagerManager bereits einsetzen – ihre Daten ziehen mit um

Ihre Software

Das gleiche Vorgehen für Ihre Windows-Anwendung

Ob Lager, Produktion, Verwaltung oder Branchenlösung: Wenn Ihre bewährte Windows- oder Datenbank-Anwendung in die Cloud soll, gehen wir genauso vor – Fachlogik behalten, Technik erneuern, Daten mitnehmen. Im kostenlosen Cloud-Check sagen wir Ihnen offen, welcher Weg sich anbietet und in welchem Kostenrahmen er ungefähr liegt.

Ihre Windows- oder Datenbank-Anwendung soll in die Cloud?

Die Datenbank liegt inzwischen im Rechenzentrum und die alte Anwendung wird spürbar langsamer? Sprechen Sie mit Peter Thorn – 30 Minuten, kostenlos und unverbindlich.

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